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--- abgestürzter amerikan. Pilot (http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/wbb2/thread.php?threadid=1982)
Geschrieben von Jürgen Fritsche am 02.07.2007 um 23:42:
RE: abgestürzter amerikan. Pilot
Hi Kordula,
diese Themen sind offenbar recht "heiß", aus welchen Gründen auch immer ...
Ich erhielt heute folgende Mail:
| Zitat: |
| Hallo Jürgen, sollte es auf die Anfrage bzgl. des Flugzeugabsturzes in Dippoldiswalde Antworten oder Hinweise geben, wäre ich daran interessiert. Ich recherchiere seit einigen Monaten in einem ähnlichen Fall und komme zu keinem Ergebnis. Entweder hat die örtliche Zeitung noch nicht existiert oder das Archiv hat darüber keine Hinweise oder Unterlagen oder man bekommt überhaupt keine Antwort auf seine Anfrage. Es ist unglaublich wie hier gemauert wird. Auf der anderen Seite weiß ich das es darüber Unterlagen geben muß, denn der Kampfmittelbeseitigungsdienst weiß sogar wo auf welchem Grundstück eine Bombe gefallen ist. |
Geschrieben von kkn am 03.07.2007 um 00:31:
RE: abgestürzter amerikan. Pilot
Hi Jürgen,
bin heute nicht dazu gekommen, alles zusammenstellen, was sich ergeben hat.
Telefoniere erneut morgen abend mit dem Kontakt aus dem LBB.
Bin nicht verwundert über das, was Dir heute geschrieben wurde.
Habe selbst erfahren, welche "Politik" dort unten gefahren wird; bin jedoch sicher, die Informationen, die ich haben will, zu bekommen; es wird gemauert bis heute, und es gibt so einiges, was dort nicht zutage treten soll, und doch gibt es Wege herauszufinden, was verschwiegen wird - was aus meiner Erfahrung nicht über direkte Fragen/Anfragen läuft.
Und es geht nicht nur um diesen (möglicherweise) amerikanischen Piloten.
Verzeih' die etwas kryptischen Formulierungen.
Würdest Du den Kontakt zu Deinem Mail-Schreiber herstellen? ggf. über PN? Ich würde gern persönlich mit ihm sprechen.
Gruß, Kordula
Geschrieben von kkn am 04.07.2007 um 11:51:
RE: abgestürzter amerikan. Pilot
Hi,
hier der aktuellen Stand + eine Bitte (s.u.):
Im Mai 1945 sind ausschließlich russische Maschinen versch. Art in fraglichen Raum unterwegs.
Amerikanische Flieger (Bomber + Jagdflieger) sind belegt für den 14., 15., 16. und 17.4.1945; im Raum Dippoldiswalde gab es einen Zusammenstoß zweier amerikanischer Bomber, den Absturz einer russischen Maschine und einer deutschen Maschine. (s.o. schon)
Es sind zwei Fälle verbürgt, daß zwei abgesprungene amerikan. Flieger erschossen worden sind (versch. Orte); von fünf Amerikanern fehlt jede Spur. (s.o. schon)
------------
Flakabwehr soll es im fraglichen Raum (örtlich wie zeitlich) nicht gegeben haben. Allein um den 8. Mai herum haben die dort kämpfenden deutschen Truppen Flak eingesetzt.
------------
Es besteht die Vermutung, daß der hier beschriebene Vorfall sich auf den Absturz der dt. Maschine (14.04.45 / Me262 auf Überführungsflug) bezieht; der Pilot ist namentlich bekannt, sein Grab soll sich auf dem Dippser Friedhof befinden.
------------
Zwei Fragen sind im Moment offen:
1. was ist mit den "verschwundenen" fünf amerikan. Fliegern geschehen (s.o.)?
2. ist es denkbar, daß die Nationalität eines abgesprungenen Fliegers ohne weiteres erkannt werden konnte?
(aus der Nähe sicherlich - aber aus einer gewissen Entfernung?)
------------
Und hier die Bitte:
Suche Bilder von je einem amerikanischen, russischen, deutschen Flieger;
würde gern einmal sehen, ob für Laien überhaupt Unterschiede zu sehen sind;
wer hat sowas und würde sich die Mühe viell. machen?
Edit: ordentliche Schreibung !
Gruß, Kordula
Geschrieben von Raffael am 04.07.2007 um 13:52:
du meinst die Uniform der Flieger?
hier findest Du der Russen:
Russen
Uniform
Musst auf die Jahre achten. Russisch kann ich aber nicht
Deutsche
Raffael
Geschrieben von Jürgen Fritsche am 04.07.2007 um 21:21:
RE: abgestürzter amerikan. Pilot
Hi Kordula,
hier eine weitere Antwort:
| Zitat: |
Hallo Jürgen,
die in Dresden erscheinende "Sächsische Zeitung" brachte etwa vorige Woche einen Beitrag unter dem Titel "Es war doch Krieg". Darin wird der letzte Flug des amerikanischen Piloten Blaine E. Thomas vom 303. Bombergeschwader am 17. April 1945 beschrieben. Wegen eines getroffenen Treibstofftanks brannte die Maschine derart, "dass die acht Mann Besatzung auf dem Rückflug vor Freiberg mit dem Fallschirm abspringen musste."
Weiter heißt es: "... " Ich hatte viel Glück" sagt Thomas "ich landete direkt vor den Gewehrläufen einer Gruppe Soldaten, die nahmen mich gefangen . Zwei Mann seiner Besatzung wurden von fanatischen Nazi-Anhängern gelyncht...."
Im Text erwähnt wird der Freiberger Heimatforscher Günther Aßmann, der schon vor vielen Jahren einen familiären Kontakt zu Thomas E. Blaine geknüpft hat. Günther Aßmann also, der mir allerdings unbekannt ist, könnte wohl derjenige sein, der die in Deiner Mail aufgeworfenen Fragen zu beantworten in der Lage wäre.
Soviel dazu aus Dresden, vielleicht dient es der Aufklärung des beschriebenen Falles. |
Geschrieben von Jürgen Fritsche am 05.07.2007 um 23:43:
RE: abgestürzter amerikan. Pilot
Hi Kordula,
hier eine weitere Antwort:
| Zitat: |
zum Thema und zeitlichen Eingrenzung ein Zitat aus Bergander, Götz : "Dresden im Luftkrieg"
Liste der Luftangriffe auf Dresden und Umgebung
Datum / Uhrzeit / Ort / Zahl und Typ der Bomber
1944
24. 8. / 12.59-13.05 / Freital / 62 B-17
7.10. / 12.34-12.36 / Dresden / 29B-17
1945
16.1. / 12.12-12.17 / Dresden / 127 B-24
13.2. / 22.03-22.28 / Dresden / 243 Lancaster
14.2. / 01.23-01.55 / Dresden / 529 Lancaster
14.2. / 12.17-12.30 / Dresden / 311 B-17
15.2. / 11.51-12.01 / Dresden / 210 B-17
2.3. / 10.27-11.03 / Dresden / 406 B-17
17.4. / 13.48-15.12 / Dresden / 580 B-17
19.4. / 12.05-12.20 / Pirna / 115 B-17
In alliierten Dokumenten sind bei manchen Einsatzen unwesentliche Differenzen bei Zahlen und Zeitangaben festzustellen. Zum Beispiel nennt Bomber Command Night Raid Report No. 837, 13/14th February, 1945, als Angriffszeiten 22.05-22.28 Uhr und 01.21-01.55 Uhr. Der Bericht meldet, daß 243 und 529 Lancaster Bomben auf Dresden warfen. Summary of Operations, RAF Bomber Command, meldet 22.03-22.25 Uhr und 01.23-01.52 Uhr, beteiligt 243 und 515 Lancaster.
Fur den 17. April 1945 schwanken die Einsatzzahlen zwischen 580 und 590 Bombern. Wenn wir solche kleinen Unterschiede außer Betracht lassen und unserer Liste folgen, warfen auf Dresden - ohne Freital und Pirna - insgesamt 2435 britische und amerikanische Bomber 7070,3 Tonnen Bomben aller Kaliber ab. Davon waren 5767,7 Tonnen Explosivbomben und 1824,9 Tonnen Stabbrandbomben.
Das RAF-Bomberkommando setzte 1477,7 Tonnen Minen- und Sprengbomben und 1181,8 Tonnen Brandbomben bei zwei Angriffen von zusammen 772 Lancaster ein.
...
Weiterhin ist mir bekannt aus schriftlichen Niederschriften von familiären Zeitgenossen, dass am 8. Mai früh ein Bomberabgriff auf Glashütte (unweit von Dippoldiswalde) erfolgt ist. Ein Teil der Wehrmacht beim Rückzug über die Grenze nach Süden stand z.Zp. führungslos und mit ungenügend Treibstoff in der Stadt Glashütte. Bei diesem Angriff sollte es sich um Bomber der Roten Armee (der "Russen") handeln. |
Geschrieben von kkn am 06.07.2007 um 11:31:
Hi Raffael,
das ist sehr informativ, habe endlich einen Eindruck ...
und die russische Seite ist besonders schön;
kann leider auch kein Russisch, lesen ja, verstehen nicht.
Also:
ist nur der Flieger heruntergekommen, nicht aber die Maschine, dann war es wohl schwer zu unterscheiden, welche Nationalität er hatte.
Hi Jürgen,
danke für Erläuterungen - beginne, mehr zu verstehen;
den Artikel aus der Sächs. Zeitung kenne ich;
bin aufgrund all der Informationen erst einmal eingedeckt und muß wieder alles sortieren.
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Der Kontakt in Dresden hat die Hochspannungsleitung gesucht und gefunden; hat Photos gemacht - nix zu sehen außer Natur und diese Leitung - und schickt sie mir; leider hat er kein Internet, und so geht im Moment alles per Telefon und Post; habe mich mit ihm verabredet, wenn ich demnächst dort unten bin; bin sehr gespannt, all das von ihm zusammengetragene Material selbst sehen zu können.
Gruß, Kordula
Geschrieben von weers am 06.07.2007 um 11:43:
Hallo Kordula,
für russische websites empfehle ich das:
http://www.google.com/language_tools
Übersetzt zwar nicht nach deutsch, aber sehr gut von russisch nach englisch. Einfach die Adresse der website angeben, und los geht's.
Gruß,
Arnold
Geschrieben von Jürgen Fritsche am 06.07.2007 um 13:13:
Übersetzungen Deutsch <-> Russisch ...
Hallo Kordula, hallo Arnold,
im "
Vermißten-Forum" hatte ich kürzlich mal diese sehr nützliche Seite erwähnt und tue dies hier auch:
Auf
Marina Mauers Homepage "5goldig.de" könnt Ihr online kostenlos u. a. Deutsch-Russisch und Russisch-Deutsch übersetzen lassen, auch mit einer virtuellen Tastatur russisch-kyrillisch schreiben.
Geschrieben von kkn am 11.07.2007 um 11:59:
Hi Arnold + Jürgen,
danke für Übersetzungslink; kommt in die Sammlung - um künftig hier nicht dumm rumzustehen! Im Moment reichen mir die Photos.
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Den "Freiberger Heimatforscher Günther Aßmann" (s.o.) versuche ich, ausfindig zu machen; er ist nicht identisch mit meinem Kontakt.
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Die Hochspannungsleitungs-Photos sind gekommen - Wald + Wiese + Leitung plus Markierungen zu elterl. Haus, ehem. Lazarett usf. (kann nicht scannen, würde sich aber auch nicht lohnen). Danach gibt es berechtigten Anhalt, daß der Flieger der oben erwähnte Deutsche war. Hier können wohl nur noch die Archive helfen - wenn sie denn einsehbar sind.
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Zur Frage, ob ein Laie die Flieger hätte unterscheiden können, gab es im LBB den Hinweis, daß ab Dezember 1944 für dt. Flieger Armbinden in gelb mit schwarzem Aufdruck vorgeschrieben waren, um das Risiko zu vermeiden, für feindliche Flieger gehalten zu werden. (Die Armbinde soll nicht immer getragen worden sein.)
Im LBB sind drei Photos dieser Armbinden eingestellt: zwei aus Sackleinen (eher beige, denn gelb), eine aus blauer Fliegerseide. Hatte mir unter "gelber Armbinde" ein eher leuchtendes Gelb vorgestellt; die im LBB abgebildeten sind aus der Entfernung wohl eher schlecht zu erkennen.
Gruß, Kordula
Geschrieben von kkn am 08.08.2007 um 09:16:
RE: abgestürzter amerikan. Pilot
| Zitat: |
Original von kkn
Zwei Fragen sind im Moment offen:
1. was ist mit den "verschwundenen" fünf amerikan. Fliegern geschehen (s.o.)? ...
|
Es hat sich herausgestellt, daß die fünf "verschwundenen" amerikan. Flieger nicht umgekommen sind; sie seien repatriiert worden. Es war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens! Und der Fehler liegt bei mir.
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Weiteres wird es vielleicht geben, wenn ich demnächst in Sachsen bin; werde berichten.
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Hi Jürgen,
ich möchte Dich bitten, diese doch sehr wichtige Korrektur in die Mailinglisten und auf den Seiten, wo Du das Thema eingestellt hast, zu übernehmen? Es sollte so nirgends stehenbleiben. Danke.
Gruß, Kordula
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